Jeder neunte Mittelständler nutzt die Cloud Cloud User Check als kostenloses Benchmark-Tool
techconsult und HP Deutschland präsentieren gemeinsam den HP Cloud Index: Die Langzeituntersuchung zum Einsatz von Cloud Computing in mittelständischen Anwenderunternehmen.
In der ersten Welle der quartalsweise durchgeführten Befragung unter Business- und IT-Verantwortlichen im deutschen Mittelstand konnte ein 11-prozentiger Einsatzgrad von Cloud Computing festgestellt werden – bei hohen Wachstumsprognosen für die nahe Zukunft. Während jedes neunte Unternehmen somit derzeit auf Cloud Computing setzt, hat eine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Chancen der Technologie in rund einem Viertel der Unternehmen stattgefunden. Sowohl für Cloud-Neulinge als auch für Cloud-Nutzer bietet das neue Benchmark-Werkzeug www.cloud-user-check.de die Möglichkeit, die eigene Position im direkten Branchenvergleich zu überprüfen und Erkenntnisse und Informationen über Cloud Computing zu gewinnen. Cloud Computing ist in aller Munde und gilt in den Augen der Analystenhäuser als der IT-Wachstumsmarkt der Zukunft. Um die derzeitige Etablierung und das künftige Nutzungsverhalten von Cloud Computing zu untersuchen, führt techconsult im Auftrag von HP Deutschland den HP Cloud Index durch: In insgesamt 800 Interviews in 4 Quartalen werden Anwenderunternehmen nicht nur zu ihrem derzeitigen und zukünftigen Nutzungsverhalten befragt, sondern auch der Nutzen von Cloud Computing sowie die individuelle Cloud Fitness bewertet. Zielgruppe der Untersuchung sind Unternehmen mit 20 bis 2.000 Mitarbeitern . Die Ergebnisse der ersten Welle des HP Cloud Index liegen nun vor und fördern im Vergleich zu vielen aktuellen Analysen des deutschen Cloud-Marktes Überraschendes zu Tage.
Einsatzgrad gering - Tendenz: Deutlich Steigend
Rund 11 % der 200 befragten mittelständischen Unternehmen haben in den vergangenen 3 Monaten Cloud-Computing-Lösungen in ihren Unternehmen im Einsatz gehabt. Kombiniert mit Ergebnissen aus techconsult-Befragungen aus den letzten 9 Monaten zum Cloud-Einsatz unter Mittelständlern ergibt sich ein deutliches Bild: Cloud Computing etablierte sich im deutschen Mittelstand bisher nur zaghaft und hinkt tendenziell den Anbietererwartungen hinterher – der Einsatzgrad steigt jedoch in den nächsten 6 Monaten bereits um nahezu 40% an.
Private Cloud als präferiertes Einstiegs-Modell
Cloud-Leistungen wurden in den vergangenen drei Monaten zu über 40% in einem Private-Cloud-Modell bezogen bzw. IT-Leistungen in Private-Cloud-Umgebungen überführt. Als Einstieg in die Cloud-Welt peilt mehr als die Hälfte der Unternehmen gerade die Private Cloud an, da sich die häufig mit Outsourcing verbundenen Sicherheits- und Kontrollverlustbedenken zerstreuen und eine vereinfachte Einbindung in Legacy-Systeme erwartet wird.
Auf Basis der bereits im Mittelstand etablierten Virtualisierungstechnologie werden in einer Private-Cloud-Umgebung den internen Nutzern IT-Ressourcen als Service dynamisch, automatisiert und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Mit der Migration auf das serviceorientierte IT-Modell ermöglichen flexible Infrastrukturen die Ablösung der Silolösungen und führen zu spürbaren Effizienzgewinnen. Während die Private Cloud auch in naher Zukunft das präferierte Bezugsmodell darstellt, sprechen die Angaben der Befragten zum präferierten Bereitstellungsmodell im 3. Quartal 2011 tendenziell für eine hybride Form. Diese soll dazu beitragen, die eigenen Ressourcen mit den Vorteilen der Public Cloud kombinieren zu können. Das hybride Modell ermöglicht die ideale Ergänzung der eigenen Private-Cloud-Ressourcen. Geschäftskritische Daten und Applikationen verbleiben weiterhin im Unternehmen, können bei Bedarf aber durch die skalierbaren Public-Cloud-Dienste ergänzt werden -, ohne dass sonst ungenutzte Infrastruktur vorgehalten werden muss. „Die Etablierung von Instrumenten zur Virtualisierung und Automatisierung von IT-Prozessen hat in vielen mittelständischen Unternehmen bereits eine effizientere und flexiblere Nutzung der vorhandenen IT-Ressourcen ermöglicht“ so Stefan Neitzel, Research Analyst bei techconsult. „Erschöpfen sich diese Effekte, ist Cloud Computing der nächste logische Schritt zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung. Voraussetzung ist allerdings das Auffüllen der in vielen Unternehmen noch vorhandenen Informationslücken zum Thema Cloud Computing.“
Oftmals nur oberflächliches Cloud-Wissen
Während Cloud Computing dem Großteil der Teilnehmer begrifflich präsent ist, hat bislang in vielen Unternehmen noch keine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Modell stattgefunden. Bereits 27 % der Unternehmen geben an, sich intensiv mit Cloud Computing auseinandergesetzt zu haben –für 46% der Mittelständler bleibt Cloud Computing jedoch eine leere Worthülse.
Gleichzeitig planen bereits 20% der Unternehmen, die sich nur oberflächlich mit Cloud Computing beschäftigt haben, kurz- oder mittelfristig die Nutzung derartiger Bezugsmodelle. „Dies spricht deutlich für die Attraktivität des Modells für den Mittelstand – der Stein muss anscheinend nur ins Rollen gebracht werden“, so Neitzel. Für die Befragten ist Cloud Computing oft ein zunächst nur schwer greifbares Konstrukt, das als neues Marketing-Etikett für bereits vorhandene Produkte angesehen wird. Beschäftigen sich die Unternehmen einmal intensiver mit dem Modell, erkennen sie doch die Vorteile, die dieses für ihr Unternehmen bietet.
Ulrich Seibold, Geschäftsbereichsleiter Vertriebspartner und Mittelstandskunden beim Cloud Index Sponsor HP sieht hier vor allem Potential für mittelständische IT-Dienstleister: „Den betreuenden Systemhäusern und IT-Partnern wird bei der Auflösung der Informationslücken und der Beratung der Unternehmen eine entscheidende Rolle zukommen. Diese sind für viele mittelständische Unternehmen die zentrale Anlaufstelle für die IT-Beschaffung und deren Empfehlungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die IT-Strategie im deutschen Mittelstand.“
Software as a Service als Treiber
Unter den befragten Unternehmen wird aktuell besonders Software (SaaS) in einem Cloud-Modell genutzt und sich auch in den kommenden Befragungswellen stark positiv entwickeln. SaaS ist bereits in vielen Unternehmen ein etabliertes Bezugsmodell. Die Marktreife und Angebotsdichte der Anwendungen steigen beinahe täglich. Während 32% der derzeitigen SaaS-Nutzer ihre Software über ein Public Cloud Modell beziehen, ist die Private Cloud (mit 44% der Cloud Nutzer) auch im SaaS-Bereich das bevorzugte Bezugsmodell. Die Bereitstellung durch einen externen Dienstleister spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Bereitstellung durch die unternehmenseigene IT. Im Public Cloud Sektor sind SaaS-Verträge oft nicht flexibel gestaltbar, sondern laufen wie im klassischen Lizenzgeschäft meist über einen fest definierten Zeitraum. Stefan Neitzel: „Es bleibt abzuwarten, wie lange SaaS-Anbieter auf diesem Relikt aus dem klassischen Lizenzgeschäft beharren können. Üblich sind etwa im CRM-Bereich Laufzeiten über 1 Jahr, so dass für die Anbieter ein gewisses Maß an Kontinuität gilt, sich das Versprechen der permanenten Skalierbarkeit aber für die Anwender nicht halten lässt.“
Zu den bevorzugten Cloud Services zählen stark standardisierte Anwendungen, zum Beispiel Collaboration-, Security- oder Finanzbuchhaltungs-Lösungen. Aufgrund der Mobilitätsanforderung ist auch CRM aus der Cloud in der Spitzengruppe anzutreffen. Besonders auffällig ist der prognostizierte Einsatz von Office und E-Mail Lösungen: Cloud-Angebote wie Office 365 oder LotusLive scheinen im Mittelstand auf fruchtbaren Boden zu fallen.
Flexibler Einsatz von Infrastruktur Diensten
Im Vergleich zu den Software-Services werden Infrastruktur-Services (IaaS) im Mittelstand weitaus flexibler genutzt. Hier erfüllen sich für die Anwender bereits die Flexibilitäts- und Skalierbarkeitsversprechen des Cloud Computings - die Geschäftsprozesse werden punktgenau und bei Bedarf mit Servern, Rechenleistung und Speicherplatz unterstützt. Die Mehrzahl der IaaS-Nutzer setzt dabei auf externe Dienstleister – neben der Public Cloud auch auf von Dienstleistern betreute Private Clouds.
Der Laufzeit- und Entwicklungsdienst Platform as a Service (PaaS) spielt dagegen bei den befragten Anwenderunternehmen so gut wie keine Rolle. Mit Ausnahme von einzelnen Unternehmen, die auf Middleware und Datenbank-Komponenten setzen, sind derzeit für diese Unternehmen meist keine Vorteile in Platform-Services erkennbar.
Cloud User Check
Auf Basis der aktuellen Ergebnisse stellen techconsult und HP den Cloud User Check (www.cloud-user-check.de) zur Verfügung. Sowohl für erfahrene Cloud Nutzer als auch Neulinge bietet das Online Tool eine attraktive Möglichkeit, die eigene Cloud Position mit der vergleichbarer Unternehmen ihrer Branche und Größenklasse zu benchmarken. Neben dem Cloud-Einsatzgrad gibt das webbasierte Tool Antworten auf Fragen nach der Cloud Fitness und der Nutzenbewertung von Cloud Computing.
Ansprechpartner:
Stefan Neitzel
- Research Analyst -
techconsult GmbH
The IT Market Analysts
Am Platz der Deutschen Einheit
Leipziger Straße 35 - 37
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Tel.: +49-561-8109-128
Mobil: +49-162-9008-326
Fax: +49-561-8109-101
e-mail: stefan.neitzel(at)techconsult.de
internet: www.techconsult.de


