Deutsche Telekom AG
Innovative Zeitmodelle für Mitarbeiter
Mitarbeiter der Telekom sollen künftig ihren Beruf noch besser mit ihrem Privatleben vereinbaren können. Das Unternehmen schafft dafür Angebote für zeitlich befristete Auszeiten vom Job. Unter anderem erweitert die Telekom sowohl die Philosophie als auch die Finanzierungsform der Familienpflegezeit auf weitere Lebensbereiche, wie zum Beispiel Auszeitwünsche für Bildung oder soziales Engagement. „Die Präsenzkultur hat ausgedient. Ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit ist kein Zeichen von Leistungsfähigkeit. Wir befinden uns inmitten eines Wandels der Arbeitskultur. Auszeiten bringen frische Energie und neue Perspektiven ins Berufsleben. Mitarbeiter wollen heute selbstbestimmt und selbstbewusst mit Auszeit, Freizeit und Arbeitszeit umgehen“ sagt Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Telekom.
Folgende Job-Auszeiten – mit Rückkehrgarantie – sollen neben dem bisherigen Angebot von Elternzeit, Urlaub ohne Entgelt oder der neu eingeführten Familienpflegezeit angeboten werden:
1) Erweiterte Anwendungsbereiche des Modells der Familienpflegezeit: Analog zum Familienpflegezeitgesetz kann für weitere Anwendungsbereiche wie Bildung, Familie oder soziales Engagement die Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren flexibel reduziert werden – ohne dass dabei das Gehalt komplett auf die neue Arbeitszeit abgesenkt wird. Arbeitet der Mitarbeiter wieder voll, wird das monatliche Gehalt um den zuvor gewährten Aufstockungsbeitrag angepasst.
2) Vom Unternehmen vorfinanzierte Auszeiten: Die Telekom ermöglicht ihren Mitarbeitern bis zu sechsmonatige Auszeiten, die das Unternehmen vorfinanziert und mit zukünftigen Bonuszahlungen über drei Jahre wieder verrechnet. Ein regelmäßiges Einkommen in der Auszeit ist damit gesichert.
3) Bildungsauszeiten: Neben flexibel gestaltbaren Bildungsauszeiten beziehungsweise -teilzeiten kann für ein Studium bis maximal vier Jahre unbezahlter Sonderurlaub gewährt werden, mit nahtloser Wiederaufnahme des Arbeitsvertrags.
4) Ansparung von Zeitguthaben: Ab Juli dieses Jahres können zunächst leitende Angestellte einen Teil der monatlichen Grundvergütung oder der jährlichen Variablen für das Ansparen eines Guthabens nutzen. Dieses Guthaben wird in Freistellungszeit umgerechnet und kann für die verschiedenen Arten von temporären Auszeiten genutzt werden. Ebenfalls möglich ist die Nutzung des angesparten Guthabens, um vorzeitig oder gleitend in den Ruhestand zu gehen.
Die Telekom entspricht nach eigenen Angaben mit den neuen Auszeit- und Lebensarbeitszeitmodellen dem Wunsch vieler Beschäftigter nach individueller Gestaltung ihrer Arbeitszeit in unterschiedlichen Lebensphasen. Im ersten Schritt kommen nun Führungskräfte in den Genuss der neuen Regelung. Im Rahmen der Mitbestimmung ist die Zustimmung des Sozialpartners für eine Ausweitung der Angebote auf tarifliche sowie außertarifliche Angestellte notwendig. Soweit gesetzlich möglich, möchte das Unternehmen die Modelle auch bei seinen Beamten einsetzen. Gespräche hierzu sind vorgesehen.
„Höhere Arbeitszeitflexibilität und -souveränität ist ein Kern unserer ganzheitlichen Personalpolitik. Bei unseren Führungskräften zeigen wir, dass attraktive Angebote möglich sind. Intelligente Finanzierungsmodelle stellen zudem sicher, dass Auszeiten keine Frage des Geldbeutels sind. Nun werden wir mit dem Sozialpartner Gespräche führen, um allen Mitarbeitern diese Chancen zu ermöglichen“, sagt Sattelberger.
- Weiterführende Links
- www.telekom.com/medien


