Internet: Telekom und NetCologne überraschen mit Startschuss für Entkoppelung der Netze
Die angekündigte Partnerschaft der Deutschen Telekom mit dem Kölner Regionalnetzbetreiber NetCologne markiert den Startschuss für die Entkopplung von Telekommunikationsnetzen und Diensten in Deutschland.
Das Abkommen sieht vor, dass die Deutsche Telekom für den Zugang zu ihren Endkunden erstmals die Glasfaserleitungen eines Wettbewerbers anmietet und schnelle Internetanschlüsse beiderseitig genutzt werden. Nach einer Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting bedeutet dies einen wichtigen Impuls für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
Brüssel setze die Telekommunikationsbranche seit geraumer Zeit unter Druck, moderne Glasfasernetze auszubauen. Mit der neuen Netzallianz kommen die beiden Unternehmen dieser Zielsetzung entgegen und verweisen auf eine Kostenersparnis, die aus der gegenseitigen Nutzung der Infrastruktur resultiert, so die Studie. Statt eines teuren Ausbaus eigener Netze werden die bestehenden Strukturen gemeinsam besser ausgelastet. NetCologne miete im Gegenzug VDSL-Anschlüsse der Telekom in gemeinschaftlichen Versorgungsgebieten in Nordrhein-Westfalen.
Den Grundstein für die neue Zusammenarbeit legte die Bundesnetzagentur. In dem von ihr ins Leben gerufenen Next Generation Access Forum (NGA) einigte sich die Behörde mit Branchenvertretern auf Vorprodukte und Leistungen sowie eine Standardisierung von Prozessen und IT-Schnittstellen. Die Übereinkunft bilde die Basis für eine mögliche Trennung von Netzen und Diensten.
Quelle: IKT.NRW Cluster Informations- und Kommunikationstechnologie


